Freitag, 15. Juli 2016

Zu den jüdischen Festen: Jom Kippur



Jom Kippur (Versöhnungstag), ist der höchste jüdische Feiertag. Er wird am 10. Tischri, im ersten Monat des jüdischen Kalenders (im europäischen beziehungsweise nordamerikanischen Herbst), als strenger Ruhetag und Fasttag begangen. Zusammen mit dem zehn Tage davor stattfindenden zweitägigen Neujahrsfest Rosch Haschana bildet er die Hohen Feiertage des Judentums und den Höhepunkt und Abschluss der zehn Tage der Reue und Umkehr. Fast alle Juden halten Jom Kippur ein. 




Im Jerusalemer Tempel wurden an diesem Tag besondere Opfer dargebracht. Es war der einzige Tag, an dem der Hohepriester – allein und streng abgeschirmt – das Allerheiligste im Tempel betreten durfte, um stellvertretend für das Volk die Vergebung der Sünden zu empfangen. Dort besprengte er die Bundeslade mit dem Blut von zwei Opfertieren. Ebenso wurde über zwei Böcken das Los geworfen. Einer mit dem Los „für Gott“ wurde geopfert zur Reinigung des Tempels. Über dem per Los ermittelten Ziegenbock „für Asasel“ wurden alle Sünden des Volkes Israel vom Hohepriester öffentlich bekannt. Anschließend wurde das Tier 'für Asasel' getötet, indem es über den Rand der Bergklippen in der Judäischen Wüste geschickt wurde.

Auch nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jüdischen Krieg im Jahr 70 nach unserer Zeit wurde der Versöhnungstag beibehalten. 

Nach der jüdischen Lehre ist der Tag nutzlos, solange er nicht von Reue begleitet ist. Das reuevolle Eingeständnis von Sünden war eine Bedingung zur Sühne. Daher stammt der Brauch, am Vorabend des Fasttages alle Streitigkeiten beizulegen. Am Versöhnungstag erhalten auch die Seelen der Toten Vergebung. Im Gebet Jiskor wird in der Synagoge der Verstorbenen gedacht.


Für Frauen ab 12 und Männer ab 13 Jahren ist er ein Fasttag, an dem von kurz vor Sonnenuntergang des Vortags bis zum nächsten Sonnenuntergang wird weder flüssige noch feste Nahrung eingenommen. Jom Kippur ist der einzige Fasttag, der auch an einem Schabbat begangen wird – die anderen Fasttage werden verschoben, sollten sie auf einen Schabbat fallen. 

Über die an Schabbaten und allen Feiertagen nicht erlaubten Tätigkeiten hinaus kommt an Jom Kippur das Verbot der sexuellen Betätigung hinzu. 

Streng religiöse Juden tragen an Jom Kippur keine Lederschuhe und kleiden sich in weiss. 

Das Abendgebet beginnt mit dem Gebet Kol Nidre (Sündenbekenntnis). In der jüdischen Tradition wird dies stets in der kollektiven Wir-Form abgelegt, und um Vergebung (Selichot) gebeten. 

Der endgültige Abschluss von Jom Kippur wird mit dem Schofar bekanntgegeben.


In Israel sind an diesem Tag alle Restaurants und Cafés geschlossen (ausgenommen arabische). Das gesamte öffentliche Leben steht still. Alle Grenzübergänge (auch der Flughafen) sind geschlossen. Obwohl es kein behördliches Fahrverbot gibt, sind die Strassen fast vollständig autofrei; nur Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei verkehren. Dafür sind viele Radfahrer und Inline-Skater unterwegs. Es gilt als unhöflich, an diesem Tag in der Öffentlichkeit zu essen oder Musik zu hören. Es gibt weder Radio- noch Fernsehprogramme. 

Israel war an diesem Tag quasi gelähmt und extrem verwundbar; das nutzten Syrien und Ägypten im Oktober 1973 aus und begannen den Jom-Kippur-Krieg. Aufgrund dieser Erfahrung wird die militärische Einsatzfähigkeit am Jom Kippur voll aufrechterhalten; es gibt „stilles“ Radio und Fernsehen, die kein Programm ausstrahlen, sondern nur im Notfall Mitteilungen senden.

                             Jom Kippur-Termine
Jahr nach jüdischem KalenderDatum nach westlichem Kalender
577326. September 2012
577414. September 2013
57754. Oktober 2014
577623. September 2015
577712. Oktober 2016
577830. September 2017
577919. September 2018
57809. Oktober 2019
578128. September 2020

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Jom_Kippur

Zu den jüdischen Festen: Rosch HaSchana



Das Rosch ha-Schana ist das jüdische Neujahrfest. 

Der Neujahrsgruß ist schana tova („ein gutes Jahr“) oder auch schana tova u'metuka („ein gutes und süßes Jahr“).

Rosch ha-Schana fällt nach dem jüdischen Kalender auf den 1. Tischri (nach dem westlichen Kalender zwischen Ende September oder Anfang Oktober) fällt. 

An Rosch ha-Schana beginnen die Zehn ehrfurchtsvollen Tage (Jamim Noraim), die mit dem Versöhnungsfest (Jom Kippur) enden. Die rabbinische Literatur beschreibt diesen Tag als einen Tag des Gerichts Gottes (Jom Hadin). 

Rosch ha-Schana beginnt am Sonnenuntergang des Abends vor dem in der folgenden Tabelle angeführten Tag; da alle jüdischen Feiertage jeweils mit dem Sonnenuntergang des Vorabends beginnen.
                                         
                               
Termine von Rosch ha-Schana
Jahr
nach jüdischem Kalender
Tagesdatum
nach gregorianischem Kalender
577614. September 2015 (Mo)
57773. Oktober 2016 (Mo)
577821. September 2017 (Do)
577910. September 2018 (Mo)
578030. September 2019 (Mo)
578119. September 2020 (Sa)
57827. September 2021 (Di)
578326. September 2022 (Mo)

Rosch ha-Schana Es wird durch das Blasen des rituellen Horn (Schofar). Der Schofar erklingt nach in Tora und Talmud festgelegten Mitzwot zum Morgengebet beim Neujahrsfest, sofern es nicht auf einen Schabbat fällt.

Am Neujahrsfest werden drei Bücher geöffnet. Ins erste werden die ganz „Gerechten“ eingetragen, die sofort das „Siegel des Lebens erhalten“. Ins zweite Buch werden die ganz „Bösen“ eingetragen, die das „Siegel des Todes“ erhalten. Und das dritte Buch ist für die „Mittelmässigen“ bestimmt, die sowohl Sünden wie Verdienste vorweisen können. Das endgültige Urteil bleibt in der Zeit vom Neujahrstag bis zum Versöhnungstag offen. Durch Einkehr und Umkehr ist es möglich, das Siegel des Lebens zu erhalten.

Die Ordnung von Gebeten, Schofarblasen, Wein und Mahlzeiten, die für den ersten Neujahrstag gültig ist, gilt auch für den zweiten Neujahrstag.

Genuss von Honigkuchen (honek-lejkech), Zimmes (Karottenwürfelchen mit Honig gesüsst), Weintrauben, süssem Wein und in Honig getauchten Apfel- oder auch Challascheiben drücken die Hoffnung auf ein gutes, süßes Jahr aus. Ebenfalls wird zuweilen ein symbolisches Stück von einem Fisch- oder Schafskopf mit den Worten „Möge es dein Wille sein, dass wir zum Kopf und nicht zum Schwanz werden“ gegessen.

                                     
Zimmes

Secshzöpfige Challa mit Sesam

                                                   
Granatapfel

Ein weiterer Brauch ist das Essen von Granatäpfeln, die viele Kerne enthalten. Dazu sagt man: „Möge es dein Wille sein, dass unsere Rechte sich wie der Granatapfel mehren.“

Der Segensspruch nach dem Gottesdienst ist leschana towa tikatewu („Ihr möget zu einem guten Jahr eingeschrieben werden“). 

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rosch_ha-Schana

Zum jüdischen Kalender

Der jüdische Kalender (ha-lu'ach ha-iwri) ist ein Mond- und Sonnenkalender. Die Monate sind an den Mondphasen ausgerichtet. Neben einem Normaljahr mit 12 Mondmonaten (ordentlich 354 Tage lang) gibt es Schaltjahre mit 13 Mondmonaten (ordentlich 384 Tage lang) zur Angleichung an das Sonnenjahr. Die kalendarischen Ausnahmeregeln können zu einer Verlängerung oder Verkürzung der ordentlichen Jahreslängen um jeweils einen Tag führen.

Die Systematik des heutigen jüdischen Kalenders beruht im Wesentlichen auf Festlegungen des Patriarchen Hillel II aus dem Jahr 359 unserer Zeit, hat sich aber erst ab dem 11. Jahrhundert durchgesetzt. 

Der Tag

Ein Tag beginnt ab 18.00 Uhr Jerusalem Zeit (16:00 Universal Time). Ein Tag in 24 Stunden aufgeteilt, die jeweils mit 1080 Teilen (Halakim). Jeder Helek beträgt 3,33 Sekunden. Somit wird jede Minute von 18 Halakim zusammengesetzt. 
Die Namen der jüdischen Wochentage sind:

  • Jom Rischon („Erster Tag“, Sonntag)
  • Jom Scheni („Zweiter Tag“, Montag)
  • Jom Schlischi („Dritter Tag“, Dienstag)
  • Jom Revi’i ( „Vierter Tag“, Mittwoch)
  • Jom Chamischi („Fünfter Tag“, Donnerstag)
  • Jom Schischi ( „Sechster Tag“, Freitag)
  • Schabbat („Ruhe“)

Der Monat

Jeder hebräische Monat beginnt heute ungefähr bei Neumond (Moled). Der Patriarch Hillel II (320-385 nach unserer Zeit) legte den bis heute gültigen Kalender fest, damit nicht die Römer durch Verfolgung und Behinderung der Gerichte das jüdische Leben gefährdeten. Anhand dieses Kalenders weiss jeder im Voraus, welcher Monat 29 und welcher 30 Tage hat.
Allerdings orientieren sich die Monate nicht immer ganz exakt an den Mondphasen: Wenn sich durch den so ermittelten Monatsanfang für Rosch Ha-Schanah eine Aneinanderreihung von mehreren Tagen mit Arbeitsverbot  ergeben würde, wird der Jahresbeginn um einen oder zwei Tage hinausgeschoben, um diese Härte zu vermeiden (denn Gott will nach jüdischem Verständnis das Leben der Menschen durch seine Gebote nicht schlechter, sondern besser machen). Es gibt insgesamt fünf Regeln für die Verschiebung des Jahresbeginns, die sich sowohl an den kalendarischen Erfordernissen aus Sonnen- und Mondjahr orientieren als auch die kultischen Bedürfnisse aus der Feiertags- und Schabbatordnung berücksichtigen.

Die Monatsnamen sind chaldäisch und stammen aus dem babylonischen Exil.

Die folgende Übersicht bietet die Monatsnamen mit ihrer ungefähren Position im gregorianischen Kalender. Die Zuordnung zu den Tierkreiszeichen beruht auf jüdischer Tradition und ist idealtypisch. Sie berücksichtigt nicht die Ausnahmeregeln und stimmt daher nicht mit astronomisch exakten Berechnungen überein.


Nr.MonatLänge in TagenBeginn zwischenundTierkreiszeichen
7Tischri30erstem Septemberdrittel Anfang OktoberWaage
8Cheschwan 29 (30 in übermäßigen Jahren) Anfang OktoberAnfang NovemberSkorpion
9Kislew30 (29 in verminderten Jahren)Anfang NovemberAnfang Dezember Schütze
10Tevet29Ende NovemberMitte DezemberSteinbock
11Schwat30letztem DezemberdrittelMitte JanuarWassermann
12Adar29Anfang FebruarAnfang MärzFische
1Nisan30Mitte MärzMitte AprilWidder
2Ijjar29Mitte AprilMitte MaiStier
3Siwan30Mitte Maierstem JunidrittelZwillinge
4Tammus29erstem JunidrittelAnfang JuliKrebs
5Aw30Mitte JuliMitte AugustLöwe
6Elul29Mitte AugustMitte SeptemberJungfrau

Das Jahr

Der jüdische Kalender zählt die Jahre ab dem Zeitpunkt der biblischen Schöpfung der Welt (ab dem Jahr 3761 vor unserer Zeit). Dadurch befindet sich der jüdische Kalender bereits im sechsten Jahrtausend. 
Das jüdische neue Jahr beginnt im Herbst mit dem ersten Tag des siebten Monats. Dieser erste Tag wird Rosch ha-Schana (Haupt des Jahres) genannt. Der kann nur auf einen Montag, Dienstag, Donnerstag oder Sonnabend fallen.  

Mondjahr: Die Länge eines Mondzyklus dauert genau 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 3 1/3 Sekunden (nach der jüdischen Zeitzählung 29 Tage, 12 Scha'a -etwa 1/12 der Spanne zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang- und 793 Halakim). Mit dieser Monatsdauer zwischen 29 und 30 Tagen hat ein Mondjahr 354 Tage, wenn die Monate abwechselnd 30 und 29 Tage dauern. Ein solches Jahr wird „reguläres Jahr“ genannt. Es ist jedoch gegenüber dem Mondjahr um acht Stunden, 48 Minuten und 40 Sekunden (8 Sha'a und 870 Halakim) zu kurz. Daher wird ungefähr alle drei Jahre dem Monat Cheschwan ein Tag hinzugefügt, das betreffende Jahr hat dann 355 Tage und wird „übermässig“ genannt. Ferner wird in anderen Jahren dem Monat Kislew ein Tag abgezogen, so dass er nur 29 Tage zählt. Ein solches Jahr wird „vermindert“ genannt. Durch diese Maßnahmen, die durch Listen von Sonnen- und Mondfinsternissen ermittelt wurden, ergeben sich im Durchschnitt lediglich Abweichungen von 0,42 Sekunden gegenüber der tatsächlichen Monatsdauer.

Sonnenjahr: Das Sonnenjahr mit einer Dauer von zurzeit durchschnittlich 365,2422 Tagen stimmt nicht mit dem Mondjahr überein, das durchschnittlich 354,3671 Tage dauert. Darum muss der Ausgleich durch eine Schaltregelung geschaffen werden. Durch die sogenannte Meton-Periode (nach dem griechischen Astronomen Meton im 5. Jahrnundert vor unserer Zeit) sind 19 Sonnenjahre fast genau 235 Mondmonate. Daher werden im jüdischen Kalender innerhalb von 19 Jahren die Jahre 3, 6, 8, 11, 14, 17 und 19 zu Schaltjahren mit jeweils 1 zusätzlichen Monat von 30 Tagen. Dieser Schalt-Monat wird vor dem Monat Adar eingefügt. Der eigentliche Adar wird dann „We-Adar“ („Und-Adar“), „Adar-scheni“ („zweiter Adar“) oder einfach „Adar II“ genannt. So entstehen zwölf Gemeinjahre mit je zwölf Monaten (144 Monate) und sieben Schaltjahre mit je 13 Monaten (91 Monate), die alle nach der Schaltregel des Mondjahres wiederum „regulär“, „übermäßig“ oder „vermindert“ sein können. Dadurch wird der Kalender so angepasst, dass er sich zum Lauf der Sonne und den Jahreszeiten nur geringfügig ändert. Das Kalenderjahr hat eine durchschnittliche Länge von 365,2468 Tagen (365 Tage, 5 Stunden, 55 Minuten und 25 Sekunden). 


Anwendung

Der Jüdische Kalender findet in Israel ganz normale Anwendung. Nicht nur die religiösen jüdischen Festtage, sondern auch die säkularen orientieren sich am jüdischen und nicht am westlichen Kalender. Da auf internationaler Ebene sowie im Tourismus der westliche Kalender bestimmend ist, nutzen die Israelis beide Kalender parallel im Alltag.

Die Fest-, Feier- und Gedenktage mit festem Termin im jüdischen Kalender sind:
  • Rosch ha-Schana am 1. bis 2. Tischri
  • Jom Kippur am 10. Tischri
  • Sukkot vom 15. bis 21. (22.) Tischri
  • Simchat Thora am 22. bzw. 23. Tischri
  • Chanukka vom 25. Kislew bis 2. Tevet
  • Tu biSchevat am 15. Schevat
  • Purim am 14. (und 15.) Adar
  • Pessach vom 15. bis 22. Nisan
  • Jom haScho’a am 28. Nisan
  • Jom haZikaron am 4. Ijjar
  • Jom haAtzma’ut am 5. Ijjar
  • Lag baOmer am 18. Ijjar
  • Jom Jeruschalajim am 28. Ijjar
  • Schawuot am 6. Siwan

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Kalender

http://www.talmud.de/tlmd/zeiten-halachische-zeiten/

https://en.wikipedia.org/wiki/Jewish_Talmudic_Calendar

https://de.wikipedia.org/wiki/Meton-Zyklus


Montag, 20. Juni 2016

Zu den Mitzwot (561-613)

Rituelle Reinheit und Unreinheit

561. Acht Arten von Kriechtieren gibt es, die durch Kontakt verunreinigen (3 Buch Mose               11:29-30).
562. Lebensmittel werden unrein, indem sie in Kontakt mit unreinen Dingen kommen (3                 Buch Mose 11:34).
563. Jeder, der den Kadaver eines von selbst gestorben Tieres berührt, ist unrein 3                       Buch Mose 11:39).
564. Eine Wöchnerin ist genauso unrein wie eine Menstruierende (3 Buch Mose 12:2-5).
565. Ein Aussätziger ist unrein und verunreinigt (3 Buch Mose 13:2-46).
566. Die Aussätzigen sollen als solche von den vorgeschriebenen Markierungen zu                       erkennbar sein, sodass auch alle anderen unreinen Personen sich selbst als solche             zu erkennen geben (3 Buch Mose 13:45).
567. Ein aussätziges Kleidungsstück ist unrein und verunreinigt (3 Buch Mose 13:47-49).
568. Ein aussätziges Haus verunreinigt (3 Buch Mose 13:47-49).
569. Ein Mann mit Eiterfluss oder Samenerguss ist unrein (3 Buch Mose 15:1-15).
570. Der Samen der Kopulation verunreinigt (3 Buch Mose 15:16).


                                                 Mikwe in Köln, etwa um 1170                                                         
571. Reinigung von allen Arten von Befleckung werden durch Tauchen in den Gewässern             eines Mikwe erfolgen (3 Buch Mose 15:16).
572. Eine Menstruierende ist unrein und verunreinigt andere (3 Buch Mose 15:19-24).
573. Eine Frau mit Eiterfluss verunreinigt (3 Buch Mose 15:27).
574. Die Verordnung der Roten Färse durchführen, sodass ihre Asche immer verfügbar ist . 
        (4. Buch Mose 19:9):
575. Eine Leiche verunreinigt (4. Buch Mose 19:11-16).
576. Die Gewässer der Trennung verunreinigen jenen, der sauber ist, und reinigen den                 Unreinen von der Verschmutzung durch einen toten Körper (4. Buch Mose 19:19-22).

Aussätzige und Lepra

577. Nicht das Haar der Kopfhaut herausreissen (3. Buch Mose 13:33).
578. Die Reinigung von Lepra der Reinigung, ob eines Mannes oder eines Hauses, erfolgt 
        mit Zedernholz, Ysop, rotem Faden, zwei Vögeln und fliessendem Wasser (3. Buch 
        Mose 14:1-7).
579. Der Aussätzige soll sich das ganze Haar scheren (3. Buch Mose 14:9).
580. Nicht die Spuren der Lepra ausreissen (5. Buch Mose 24:8).

Der König

581. Nicht einen Herrscher verfluchen, das heisst der König oder der Oberste im Land                 Israel (2. Buch Mose 22:27).
582. Einen König ernennen (5. Buch Mose 17:15).
583. Keinen Herrscher über Israel ernennen, der selbst kein Israelit ist  5. Buch Mose                   17:15).
584. Der König soll nicht all zu viele Pferde erwerben (5. Buch Mose 17:16).
585. Der König soll nicht all zu viele Frauen nehmen (5. Buch Mose 17:17).
586. Der König soll nicht all zu viel Gold und Silber anhäufen (5. Buch Mose 17:17).
587. Der König soll eine Rolle der Tora für sich selbst schreiben, neben der jeder Mensch             schreibet, so dass er zwei Rollen schreibt (5. Buch Mose 17:17).

Nazariten

588. Ein Nazoräer darf nicht Wein oder etwas das schmeckt wie Wein; und selbst wenn der         Wein oder die Mischung sauer geworden ist, ist es ihm untersagt (4. Buch Mose 6:3).
589. Ein Nazoräer soll keine frischen Trauben essen (4. Buch Mose 6:3).
590. Ein Nazoräer soll keine Rosinen essen (4. Buch Mose 6:3).
591. Ein Nazoräer soll keine Traubenkerne essen (4. Buch Mose 6:4).
592. Ein Nazoräer soll keine Traubenschalen essen (4. Buch Mose 6:4).

                                       
593. Ein Nazoräer soll sich die Haare wachsen lassen (4. Buch Mose 6:5).
594. Ein Nazoräer soll sich die Haare nicht schneiden (4. Buch Mose 6:5).
595. Ein Nazoräer soll nicht dort unterkommen, wo eine Leiche ist (4. Buch Mose 6:6).
596. Ein Nazoräer soll sich nicht wegen irgendeines Toten verunreinigen, indem er in der             Gegenwart einer Leiche bleibt (4. Buch Mose 6:7).
597. Ein Nazoräer soll seine Haare rasieren, wenn er seine Opfer bei der Vollendung der             Zeit seines Gelübdes darbringt, oder innerhalb dieser Frist bringt, wenn er verunreinigt         wird (4. Buch Mose 6:9).

Kriege

598. Welche in den Krieg ziehen, die sollen nicht ihre Feinde fürchten, noch  während der             Schlacht in Panik ausbrechen (5. Buch Mose 3:22; 7:21; 20:3).
599. Einen Kohen für die Soldaten ernennen (5. Buch Mose 20:5).
600. Im Krieg das in der Thora vorgeschriebene Verfahren einhalten (5. Buch Mose 20:10).
601. Keine einzelne der sieben kanaanitischen Nationen am Leben lassen (5. Buch Mose             20:16).
602. Alle sieben kanaanitischen Nationen aus dem Land Israel ausrotten (5. Buch Mose               20:17).
603. Nicht Obstbäume (mutwillig oder in der Kriegsführung ) zerstören (5. Buch Mose                   20:19-20).
604. Kriegsgefangene Frauen wie in der in der Thora vorgeschriebenen Weise behandeln             (5. Buch Mose 21:10-14).
605. Nicht eine kriegsgefangene Frau verkaufen (5. Buch Mose 21:10-14).
606. Keine kriegsgefangene Frau wie eine Magd behandeln (5. Buch Mose 21:10-14).
607. Keinen Frieden den Ammonitern und den Moabitern bieten, bevor sie bekriegt werden           wie andere Nationen (5. Buch Mose 23:7).
608. Kein Unreiner soll das Lager der Leviten betreten (5. Buch Mose 23:11).
609. Eine Latrine ausserhalb des Lagers haben (5. Buch Mose 23:11).
610. Die Latrine sauber halten (5. Buch Mose 23:14-15).
611. Immer bedenken, was Amalek tat  (5. Buch Mose 25:17).
612. Niemals das Übel vergessen, das Amalek uns antat  (5. Buch Mose 25:19).
613. Die Amalekiter vernichten (5. Buch Mose 25:19).

Quelle:

http://www.jewfaq.org/613.htm

Zu den Mitzwot (459-560)

Schlacht- und Speiseopfer

459. Die Erstlinge vom sauberen Vieh heiligen und bieten (2. Buch Mose 13:2; 5. Buch                 Mose 15:19).
460. Das Pessachlamm schlachten (2. Buch Mose 12:6).
461. Das Fleisch des Pessachlamms in der Nacht des fünfzehnten von Nissan essen
        (2. Buch Mose 12:8).
462. Nicht das Fleisch des Pessachlamms roh oder durchnässt essen (2. Buch Mose 12:9).
463. Nichts vom Pessachlamm bis zum nächsten Morgen unverzehrt übriglassen 
        (2. Buch Mose 12:10).
464. Nichts vom Fleisch des Pessachlamms zu einem Israeliten geben, der vom Glauben             abgefallen ist (2. Buch Mose 12:43).
465. Nichts vom Fleisch des Pessachlamms zu einem Fremden geben, der unter euch                 wohnt (2. Buch Mose 12:45).
466. Nichts vom Fleisch des Pessachlamms aus dem Haus hinaus nehmen, wo das                     Pessach gefeiert wird (2. Buch Mose 12:45).
467. Nicht ein Knochen des Pessachlamms brechen (2. Buch Mose 12:46).
468. Kein Unbeschnittener soll Das Fleisch des Pessachlamms essen (2. Buch Mose                   12:48).
469. Nicht das Pessachlamm schlachten, wenn es Sauerteig zuhause gibt  (2. Buch Mose           23:18; 2. Buch Mose 24:25).
470. Nicht den Rest vom übriggebliebenen Pessachlamm bis zum nächsten Morgen auf
        dem Altar liegenlassen (2. Buch Mose 23:18; 2. Buch Mose 24: 25).
471. Nicht auf ein Fest zum Heiligtum gehen, ohne ein Opfer zu bringen (2. Buch Mose                 23:15).
472. Die ersten Früchte zum Heiligtum bringen (2. Buch Mose 23:19).
473. Das Fleisch von Sündopfer und Schuldopfer soll gegessen werden (2. Buch Mose 
        29:33).
474. Keiner, der nicht von Aarons Geschlecht ist, soll das Fleisch der heiligen Opfer essen
        (2. Buch Mose 29:33).
475. Das Verfahren der Brandopfer einhalten (3. Buch Mose 1:3).
476. Das Verfahren der Speisopfer einhalten (3. Buch Mose 2:1).
477. Nicht auf Sauerteig oder Honig opfern (3. Buch Mose 2:13).
478. Jedes Opfer gesalzen werden (3. Buch Mose 2:13).
479. Nichts ungesalzen opfern (3. Buch Mose 2:13).
480. Das Gericht muss ein Opfer darbringen, wenn es sich in einem richterlichen Urteil                 geirrt hat (3. Buch Mose 4:13).
481. Ein Mensch muss eine Sündopfer bringen, wenn er die Übertretung aus Versehen                 begangen hat; die bewusste Übertretung wird mit Ausschluss bestraft (3. Buch Mose             4:24-28).
482. Ein Opfer von unterschiedlichem Wert in Übereinstimmung mit den eigenen Mittel                 bringen (3. Buch Mose 5:7).
483. Nicht den Kopf eines Geflügels trennen, das als Sündopfer gebracht wurde (3. Buch             Mose 5:8).
484. Nicht Olivenöl auf ein Sündopfer aus Mehl giessen (3. Buch Mose 5:11).
485. Nicht ein Sündopfer aus Mehl beweihräuchern (3. Buch Mose 5:11).
486. Ein Einzelner wird ein Opfer bringen, wenn er im Zweifel ist, ob er eine Sünde                       begangen hat, für die man ein Sündopfer zu bringen hat. Dies wird ein Schuldopfer für         zweifelhafte Sünden genannt (3. Buch Mose 5:17-19).
487. Der Rest vom Mahlopfer soll gegessen werden (3. Buch Mose 6:9).
488. Nicht den Rest vom Mahlopfer säuern lassen (3. Buch Mose 6:10).
489. Der Kohen soll ein Mahl täglich opfern (3. Buch Mose 6:13).
490. Nicht das Mahl essen, das  der Kohen geopfert hat (3. Buch Mose 6:13).
491. Das Verfahren des Sündopfers einhalten (3. Buch Mose 6:18).
492. Nicht vom Fleisch des Sündopfers essen, noch das Blut, das in das  Allerheiligste                 gebracht und  auf den Schleier gespritzt wird  (3. Buch Mose 6:23).
493. Das Verfahren des Schuldopfers einhalten (3. Buch Mose 7:1).
494. Das Verfahren des Friedensopfers einhalten (3. Buch Mose 7:11).
495. Das übriggebliebene Fleisch vom Opfer verbrennen (3. Buch Mose 7:17).
496. Nicht von Opfern über die zulässige Zeit für deren Verzehr essen (3. Buch Mose 7:18).
497. Nicht von heiligen Dingen essen, die unrein geworden sind (3. Buch Mose 7:19).
498. Das unrein gewordene Opferfleisch verbrennen (3. Buch Mose 7:19).
499. Ein unreiner Mensch soll nicht heilige Dinge opfern (3. Buch Mose 7:20).
500. Die Kohen-Tochter, die sich selbst entweiht hat. soll nicht von den heiligen Dingen                 essen, weder der Hebopfer noch der Brust, noch von der Schulter des Friedensopfers
        (3. Buch Mose 10:14; 3. Buch Mose 22:12).
501. Eine Frau soll ein Opfer nach der Entbindung bringen, wenn sie rein ist (3. Buch Mose         12:6).
502. Der Aussätzige soll ein Opfer bringen, nachdem er rein geworden ist (3. Buch Mose             14:10).
503. Ein Mann mit einem Problem soll ein Opfer bringen, nachdem er von diesem Problem           befreit worden ist (3. Buch Mose 15:13-15).
504. Eine Frau mit einem Problem soll ein Opfer bringen, nachdem sie von diesem Problem         befreit worden ist (3. Buch Mose 15:28-30).
505. Am Jom Kippur den für diesen Tag bestimmten Dienst in Bezug auf die Opfer,                       Bekenntnisse, den Sündenbock einhalten (3. Buch Mose 16:3-34).
506. Keine Tiere, die als Opfer ausgesondert wurden,  ausserhalb des Allerheiligsten                   schlachten (3. Buch Mose 17:3-4).
507. Kein Opferfleisch über die erlaubte Zeit hinaus essen (3.Buch Mose 19:8).
508. Kein unreines Vieh zum Opfer auf dem Altar heiligen (3.Buch Mose 22:20).
509. Jedes Opfertier soll makellos sein (3.Buch Mose 22:21).
510. Nicht einem zum Opfer bestimmten Tier eine Verletzung zufügen (3.Buch Mose 22:21).
511. Kein unreines Vieh zum Opfer schlachten (3.Buch Mose 22:22).
512. Nicht die Glieder von unreinem Vieh auf dem Altar verbrennen (3.Buch Mose 22:22).
513. Nicht das Blut von unreinem Vieh auf das Altar spritzen (3.Buch Mose 22:22).
514. Nicht unreines Vieh von Nicht-Israeliten opfern (3.Buch Mose 22:24).
515. Ein Tier nur opfern, wenn das mindestens 8 Tage alt ist (3.Buch Mose 22:27).
516. Nicht das Fleisch des Dankopfer bis zum nächsten Morgen übriglassen (3.Buch Mose           22:30).
517. Das Speiseopfern aus Garben und Lamm am Morgen nach dem ersten Pessachtag 
        bringen (3.Buch Mose 23:10).
518. Kein Brot aus jungem Getreide essen, bevor die Garben geopfert werden (3.Buch                 Mose 23:14).
519. Nicht geröstete Körner des neuen Korns vor dieser Zeit essen (3.Buch Mose 23:14).
520. Nicht frische Ohren des neuen Korns vor dieser Zeit essen (3.Buch Mose 23:14).
521. Am Schawuot (Fest der Sieben Wochen) Brote zusammen mit den Opfern bringen, die         dann in Verbindung mit den Broten dargebracht werden (3.Buch Mose 23:17-20).
522. Am Pessach ein zusätzliches Opfer bringen (3.Buch Mose 23:36).
523. Wer den Geldwert einer Person dem gelöbt, der soll den in  der Schrift erwähnten                 Betrag zahlen  (3.Buch Mose 27:8).
524. Wird ein Tier für eines ausgetauscht, das als Opfer ausgesondert wurde, dann werden         beide heilig (3.Buch Mose 27:10).
525. Kein zum Opfer ausgesondertes Tier tauschen (3.Buch Mose 27:10).
526. Wer Gott den Geldwert eines unreinen Tiers gelobt  hat, der muss dessen wollen Wert         zahlen  (3.Buch Mose 27:11-13).
527. Wer den Wert seines Hauses gelobt hat, der wird nach der Schätzung des Kohen                 zahlen  (3.Buch Mose 27:11-13).
528. Wer dem Herrn ein Teil seines Feldes heiligt, der soll nach der Schätzung in der Schrift         zahlen (3.Buch Mose 27:16-14).
529. Nicht ein Opfertier von einer Klasse von Opfern zu einer anderen verlegen (3.Buch               Mose 27:26).
530. Bezüglich gewidmeten Eigentums darüber entscheiden, welches zum Herrn gehört               und welches zum Kohen (3.Buch Mose 27:28).
531. Kein dem Herrn gewidmetes Feld verkaufen (3.Buch Mose 27:28).
532. Kein dem Herrn gewidmetes Feld einlösen (3.Buch Mose 27:28).
533. Vor dem Herrn alle Sünden beichten, die man begangen hat, wenn ein Opfer gebracht         wird und zu anderen Zeiten (4. Buch Mose 5:6-7).
534. Kein Olivenöl auf das Speiseopfer einer Frau giessen, die des Ehebruchs verdächtigt           wird (4. Buch Mose 5:15).
535. Dies nicht beweihräuchern (4. Buch Mose 5:15).
536. Täglich die regelmäßigen Opfer (zwei Lämmer als Brandopfer) darbringen (4. Buch               Mose 28:3).
537. Jeden Schabbat ein zusätliches Opfer (zwei Lämmer) darbringen (4. Buch Mose 28:9).
538. Jeden Neumond ein zusätliches Opfer darbringen (4. Buch Mose 28:11).
539. An jedem Schawuot (Fest der Sieben Wochen) ein zusätliches Opfer darbringen (4.             Buch Mose 28:26-27).
540. Am Rosch Haschana (Neujahr) ein zusätliches Opfer darbringen (4. Buch Mose                     29:1-6).
541. Am Jom Kippur (Versöhnungstag) ein zusätliches Opfer darbringen (4. Buch Mose               29:7-8).
542. Am Sukkot (Laubhüttenfest) ein zusätliches Opfer darbringen (4. Buch Mose 29:12-               34).
543. Am Schmini Azeret (Achter Tag der Versammlung) ein zusätliches Opfer darbringen
        4. Buch Mose 29:15-38).
544. Alle obligatorischen oder freiwilligen Opfer auf dem ersten Festtag, nachdem das Fest 
        begonnen hat (5. Buch Mose 12:5-6).
545. Nicht ausserhalb des Allerheiligsten opfern (5. Buch Mose 12:13).
546. Alle Opfer in das Allerheiligste darbringen (5. Buch Mose 12:14).
547. Opfertiere einlösen, die sich nachträglich disqualifizierende Verunstaltungen                           zugezogen haben (5. Buch Mose 12:15).
548. Nicht vom unbescholtener Erstling ausserhalb Jerusalems essen (5. Buch Mose                   12:17).
549. Kein Fleisch vom Brandopfer essen (5. Buch Mose 12:17).
550. Der Kohen soll nicht das Fleisch des Sündopfers oder des Schuldopfers vor dem Hof           essen (5. Buch Mose 12:17).
551. Nicht vom Fleisch der Opfer essen,bevor das Blut auf das Altar eingespritzt wird (5.               Buch Mose 12:17).
552. Der Kohen soll die ersten Früchte nicht essen, bevor sie auf den Hof und vor das                   Allerheiligste abgesetzt werden (5. Buch Mose 12:17).
553. Streitigkeiten beilegen, bevor Opfer von Orten ausserhalb des Landes Israel in das               Allerheiligste gebracht werden (5. Buch Mose 12:26).
554. Nicht das Fleisch von Tieren essen, die durch absichtlich zugefügtes Makel  zum Opfer         unbrauchbar gemacht wurden (5. Buch Mose 14:13).
555. Nicht mit Vieh ackern, das zum Opfer ausgewählt wurde (5. Buch Mose 15:19).
556. Nicht Tiere scheren, die zum Opfer ausgewählt wurden (5. Buch Mose 15:19).
557. Keinen Teil des am 14. Nisan dargebrachten Opfermahls bis zum dritten Tag                         übriglassen (5. Buch Mose 16:4).
558. Kein Tier zum Opfer darbringen, das einen vorübergehenden Makel hat (5. Buch Mose         17:1).
559. Nicht Opfer aus dem Hurenlohn oder dem Hundegeld darbringen (5. Buch Mose                   23:19).
560. Den vorgeschriebenen Abschnitt beim Darbringen der ersten Früchte lesen (5. Buch             Mose 26:5-10).

Quelle:

http://www.jewfaq.org/613.htm